![]() |
Vereinsziele Nicht nur die Pflege des bäuerlichen Brauchtums gehört zu unseren Zielen. Lest, warum und wie wir uns für die Jugend einsetzen. [mehr] |
| Treffengeschichte Von den aus heutiger Sicht chaotischen Anfängen bis zum Highlight im Jahreskalender. [mehr] |
![]() |
Die Schlepperfreunde Diersburg wurden halb aus einer Not heraus gegründet: 1992 wurde
das Diersburger Schwimmbad geschlossen. Die leeren Räumlichkeiten wurden der Diersburger Jugend zugesprochen,
dort wurde mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde in monatelanger Arbeit das Jugendtreff
eingerichtet. Um finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen, wurde 2001 der Verein Schlepperfreunde
Diersburg e. V. gegründet. Das weiterhin wichtigste Vereinsziel des Vereins ist der Erhalt des Diersburger
Jugendtreffs.
Immer wieder treffen wir uns zu Arbeitseinsätzen am Jugendtreff. Nicht nur die Gründer des Jugendtreffs
unterstützen bis zum heutigen Tage die Arbeit in ideeller als auch in finanzieller Weise. In all den Jahren
wurden in Eigenleistung sowohl ein Satteldach auf die ehemalige Schwimmbadumkleide gebaut als auch die
Außenanlage angelegt, die bis zum heutigen Tage vom Verein gehegt und gepflegt wird.
2002 und 2003 wurde das Jugendtreff wiederum mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde und der
Schlepperfreunde Diersburg e. V. einer grundlegenden Renovierung unterzogen.
Ein Großteil der heutigen Mitglieder besteht aus den ehemaligen Gründungsmitgliedern des Jugendtreffs.
Diese haben durch eine einfache Idee aus dem Jahre 1994 inzwischen Ihre Liebe zu alten Traktoren und landwirtschaftlichen
Geräten entdeckt. Daher gehört auch die Pflege des bäuerlichen Brauchtums zu den Vereinzielen.
Über die Jahre hinweg haben sich die Mitglieder des Vereins einige landwirtschaftlichen Raritäten wie z.B.
Kramer-, Hanomag-, Eicher-, Fahr-, Güldner-, Fordson und Lanztraktoren erworben. Die restaurierten Traktoren
stellen die Schlepperfreunde Diersburg auf Bulldogtreffen in der näheren und weiteren Umgebung aus.
Fahrten bis zum Gotthard-Pass wurden unternommen. Es ist immer eine Freunde mit den alten Gefährten unterwegs zu
sein.
Diese Geschichte des internationalen Bulldogtreffens begann mit der
Schließung des Diersburger Schwimmbades 1992. Die Jugendlichen zur damaligen Zeit quartierten
sich schnell in den verlassenen Räumlichkeiten ein. Nach Kritiken aus der Bevölkerung setzen sich die
Jugendlichen mit dem damaligen Bürgermeister zusammen, um eine Lösung zu finden.
Nach einigen
Gesprächen bekamen die Diersburger Jugendlichen, unter der Leitung von Stefan Benthin, eine Genehmigung
unter Eigenleistung und mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde das ehemalige Schwimmbad zum
Jugendtreff umzubauen. Nach arbeitsreichen Monaten entstand die neue Räumlichkeit, das Jugendtreff
Diersburg. Für die Anschaffung des Inventars wollte die Jugend jedoch keine weitere finanzielle
Unterstützung von der Gemeinde.
Es wurde nach Ideen gesucht, wie die finanziellen Mittel selbst zu erbringen sind. Bei einer
geselligen Runde im Frühjahr 1994 im "Alt Diersburg" (das es bedauerlicherweise nicht mehr gibt) kamen die
Gründer des Jugendtreffs auf allerhand kuriose Ideen. Daraus entstand ein nicht alltägliches
Fest: Mit dem Hintergedanken für die örtlichen Landwirte einen Feierabendhock zu organisieren,
entstand unter all den Ideen wie Wettpflügen, Wettziehen und Bulldogrennen das
Der Termin für das erste Treffen wurde auf das
erste Maiwochenende gelegt. Stände und Theken wurden aus Abrissholz gebaut.
Getränke
wurden im Bach gekühlt. Das 1. Treffen wurde mit gemischten
Gefühlen, aber ohne großen Aufwand eröffnet. Als das Treffen
um 15:00 Uhr mit der Talrundfahrt startete, waren alle Mitwirkende
über die 27 teilnehmenden Schlepper erstaunt. Die Talrundfahrt
führte durch ganz Diersburg und zurück auf die Schwimmbadmatt. Fahrer
und Dorfbewohner am Straßenrand waren hell auf begeistert. Das Wetter
zum ersten Treffen konnte nicht besser sein. Auf der Schwimmbadmatt wurden
Getränke und Nudelsuppe zur Stärkung angeboten. Zur späteren
Stunde wurde das große Lagerfeuer angezündet, das
bis zum Festende, in den frühen Morgenstunden durchbrannte. Schon da
stand fest, dass ein weiteres Bulldogtreffen im nächsten Jahr stattfinden
wird.
Das Jahr verging und die Planung für das
begann. Es wurden zum erstenmal Preise für die zwei schönsten
geschmückten, für den ältesten, der am längsten abgelaufenen
TÜV und den dreckigsten Schlepper verliehen. Die Getränke wurden nun in
einer Weinbütte gekühlt. Die Theken wurden wiederum aus Abrissholz gebaut.
Die Anzahl der Schlepper stieg auf ca. 40 an. Der Wettergott war auch dieses Jahr mit
strahlend blauen Himmel und Sonnenschein voll dabei. Auch dieses Fest ging erst in
den frühen Morgenstunden zu Ende.
Durch den Zuwachs der letzten beiden Jahre wurde beim
erstmals ein Zelt und ein Kühlwagen benötigt. Die Zahl der Schlepper stieg
dieses Jahr über 50 Teilnehmer. Durch den bewährten Erfolg wurde am Rest
des Festes nichts geändert.
Die Treffen wurden auf die gleiche Art durchgeführt und die Zahl der
teilnehmenden Schlepper stieg Jahr zu Jahr. Das Fest wuchs zu einem Höhepunkt
im Jahr für Jung und Alt. Es wurde ein wichtiger Bestandteil im Hohberger
Vereinkalender. Mittlerweile gehören zu unserem Fest Teilnehmer aus der
Schweiz und aus Schwaben. Ein weiteres Highlight zeigten wir beim
im Jahr 2000. Durch den verheerenden Sturm Lothar im Dezember 1999 entstandenen
riesige Waldschäden und den dadurch auch ein Überfluss an Holz. Es kam
uns die Idee ein Indianertippi zu bauen. Das Tippi erreichte nach seiner
Fertigstellung eine Höhe von 18m. Es war schon bei seinem Aufbau, der
mehrere Tage dauerte, ein Zuschauermagnet. Es wurde in etlichen Presseberichten
darüber gerätselt, wie man nur durch Eigeninitiative und private Mittel
ein solches "Bauwerk" errichten konnte. Es wurde gemunkelt, das es das
zweithöchste Tippi war, was jemals in Deutschland errichtet wurde. Ein
Jägermeister mit Bauchladen, der eben dieses wohlschmeckende Getränk
verkaufte, fand ebenfalls großen Anklang. Die Anzahl der Schlepper stieg
auf 113 an. Die Feste waren von Jahr zu Jahr im besser organisiert. Das erstemal
wurde eine Liveband engagiert und ein Weizenstand aufgestellt. In diesem Jahr war
uns der Wettergott nicht so gnädig, trotzdem verweilten dutzende Besucher bis
in die frühen Morgenstunden auf unserem Fest.
Durch den ständig wachsenden Andrang wurde darüber diskutiert, ein Verein
zu gründen. So entstand am 18. Januar 2001 mit 34 Gründungsmitgliedern der
Verein "Schlepperfreunde Diersburg e. V." . Das Ziel des Vereins ist die
Instandhaltung landwirtschaftlicher Geräte und des bäuerlichen
Brauchtums, gleichzeitig die Erhaltung des Jugendtreffs Diersburg. Unter der
Leitung des 1. Vorstandes Heiko Rogge, 2. Vorstand Frank Marx, 3. Vorstand Andreas
Feger werden diese Ziele gemeinschaftlich mit der Jugend und allen Mitgliedern verfolgt.
Der neugegründete Verein wirkte erstmals an der Diersburger Dorffasent am
Fasentsonntag als "Asterix und Obelix" mit.
Das
wurde erstmals durch den Verein der Schlepperfreunde organisiert. Es wurde eine
Bulldogweihe durchgeführt. Am Abend sorgte der kanadische Countrysänger
Joe Matallo am Lagerfeuer für Stimmung. Zum ersten Mal in der Geschichte des
Bulldogtreffens in Diersburg ging das Fest offiziell am Sonntag weiter. Es gab ein
Schlepperfrühstück für die, die da geblieben waren. Und
natürlich auch für die, die wieder kamen. Der anschließende
Frühschoppen ging bis in die Mittagsstunden. Ein voller Erfolg. Wir werden das
Frühstück mit anschließendem Frühschoppen auch im Jahr 2002
durchführen.
Auch das
war ein voller Erfolg. In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal auch Souvenirs,
wie T-Shirts und Base-Cap's im freien Verkauf. So dass jeder zeigen kann: Ich war
in Diersburg. Leider hatten wir in den darauffolgenden Jahren ziemlich Pech mit dem
Wetter. Eisige Temperaturen mit Wind und viel Regen machten aus drei aufeinander
folgenden Treffen richtige "Drecksau-Feste". Trotzdem änderte das
nicht an der Beliebtheit des Festes. Mit Regenjacken, dicken Pulli und Handschuhen
kamen zahlreiche Gäste gut gerüstet auch in diesen Jahren. Im Laufe der
Jahre durften wir auch am Freitag Abend zum Rockschwoof mit "Dosenmusik" immer mehr
Gäste begrüßen. Diese Abende zeichneten sich stets durch begeistert
tanzendes Publikum und genialer Partystimmung aus. Trotz der Wetterunempfindlichkeit
unserer Fans verschoben wir unser
im Jahr 2006 erstmal vom ersten Mai-Wochenende in den Juni. "Belohnt" wurde
diese Entscheidung mit nahezu tropischen Temperaturen. Kurzerhand verlagerte sich das
Fest an den Bach in den kühlen Schatten der Bäume. Da unser Termin auf das
Wochenende des Halbfinale in der Fußball-Weltmeisterschaft fiel, organisierten
wir für unsere Gäste eine Live-Übertragung. Im großen Tipi warf
ein Beamer das Spiel auf eine große Leinwand. Im Laufe des Spieles entwickelte
sich eine euphorische Stimmung im Tipi, die sich auf den restlichen Verlauf des Festes
übertrug. Bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags herrschte
Bombenstimmung. Das Frühstück Sonntag morgens ist zu einem festen Ritual
geworden, das durch den anschließenden Frühschoppen feierlich ausklang.
Am zweiten Mai-Wochenende 2007 feierten wir das
Der Wettergott meinte es gut mit uns. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen hatten wir optimale
Bedingungen für ein Non-Stop-Fest von Freitag abend bis Sonntag mittag. Der Rockschwoof am Freitag
Abend war trotz nicht allzu hoher Besucherzahlen eine tolle Einstimmung auf den Samstag. Bereits
um die Mittagszeit am Samstag trafen viele Bulldogfreunde ein. Als um 15:00 Uhr der offizielle Teil
des Festes mit der Begrüßung durch unseren Stadionsprecher begann, war der Bulldogparkplatz
am Fest gut belegt. Zwischenzeitlich waren über 110 Schlepper bei uns zu Gast. Nach der
interessanten Bulldogpräsentation freuten sich unsere Gäste über die Bauernspiele
Bierkisten-Stapeln, Rundballen-Rollen und Bulldog-Ziehen. Die Gewinnergruppen durften nicht nur
einen Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Aus Alt-Eisen zusammengeschweißte kleine Bulldogs
wurden für die größte angereiste Gruppe, die weiteste Anfahrt mit dem Schlepper und den
ältesten Bulldog auf dem Festparkplatz verliehen. Den Wanderpokal für den am schönsten
geschmückten Wagen wurde wieder konkurenzlos an die letztjährigen Gewinner vergeben.
Während des ganzen Tages hatten die mit ihren Eltern angereisten Kinder beim Toben im Stroh
größten Spaß. Nach dem offiziellen Teil wurde bei Dosenmusik und Lagerfeuer
gemütlich gefeiert bis in die Sonntag-Morgen-Stunden. Wer am Sonntag früh noch auf dem
Festplatz war, durfte sich mit einem zünftiges Bauernfrühstück (Bratkartoffeln
mit Speck und Spiegelei) wieder herstellen.
2007 leisteten viele unserer Vereinsmitglieder doppelten Einsatz. Unser Dorf feierte im Juli
Dieses Fest wurde von uns Schlepperfreunden Diersburg e.V. selbstverständlich unterstützt. Unser Verein
hatte sich zur Aufgabe gemacht, extra für dieses Jubiläum die Geschichte der Holzfäller
aufleben zu lassen.
Im Steinbruch wurde am Freitag Abend 29. Juni 2007 das Fest offiziell mit einem Festbankett
eröffnet. Wir Schlepperfreunde bauten für die Bewirtungslauben Wandelemente aus Schwartenbrettern.
Am Samstag 30. Juni 2007 wurde in einem gigantischen Schauspiel die Geschichte Diersburgs dargestellt.
Mit über 250 aktiven Teilnehmern vor der gigantischen Kulisse des Steinbruchs und mit atemberaubenden
Lichteffekten ist den Mitwirkenden hier wirklich ein gigantisches Ereignis gelungen. Am Sonntag 01. Juli 2007 war
sowohl der Gottesdienst im Steinbruch als auch die zweite Aufführung des Festspiels am Sonntag Abend ein
voller Erfolg. In der darauffolgenden Woche wurden mit Mühe und Ideenreichtum im ganzen Dorf etliche
Themenhöfe errichtet. Wir Schlepperfreunde bauten unsere Holzfällerhütte auf dem
Dorfplatz auf und bastelten uns eine Küche.
Am Samstag 07. Juli öffneten die Themenhöfe. In echten Holzfällerklamotten präsentierten
wir uns in unserer Laube und boten unseren Gästen Holzfällersteak mit Bratkartoffeln und
Wurstsalat an. Nicht erst nach dem großen Feuerwerk ging das extra für dieses Fest gebraute Festbier
reichlich über die Theke. Trotzdem waren unsere Vereinsmitglieder und Freunde am Sonntag morgen hellwach und
zeigten den schätzungsweise mehr als 10.000 Besuchern in Diersburg aus welchem Holz die Schlepperfreunde
Diersburg e. V. geschnitzt sind.
Ein Motorsägekünstler
demonstrierte unseren Gästen seine Fertigkeiten und sägte vor den Augen der Festbesucher aus einem
Baumstamm eine Eule.
Am Sonntag Nachmittag fand ein großer Dorfumzug statt. Auf einem Wagen stellten wir unsere
ehemaligen Erwerbs-Holzfäller und deren Arbeit vor. Ein Pferdegespann demonstrierte, wie früher die
Baumstämme aus dem Wald transportiert wurden. Selbst ein Ladeschlitten wurde über den Umzug geschleppt.
Den Abschluß des Zuges bildete ein Holzmacher-Bauwagen und ein Timber-Jack, der den Gegensatz zeigte, wie
heute Holz geholt wird.
Nach dem Umzug verloste unser Verein die gesägte Eule und viele weitere Preise. Das Fest klang
feucht-fröhlich aus. Doch die Einsatzbereitschaft unserer Vereinsmitglieder war immer noch nicht
erschöpft. Beim Abbau in den darauffolgenden Tagen brachten viele noch mal vollen Einsatz. Wenn uns dieses
Juliäum eines gezeigt hat, dann, dass wir Diersburger immer zusammenhalten und somit
großes bewirken können.
Im Sommer 2007 unternahmen wir Schlepperfreunde Diersburg e. V. etliche Ausfahrten zu Bulldogtreffen in Nah
und Fern. Teilweise waren wir mit bis zu 20 Schleppern unterwegs.
Der Wettergott hat uns für die jahrelange Arbeit belohnt und beschenkte uns
mit einem strahlend blauen Himmel. Aber wir wurden auch von unseren Gästen belohnt mit einem neuen Rekord.
2007 waren über 150 Traktoren im Hintertal. Außerdem kamen eine Menge
an interessierten Traktorenfans zu Fuß, mit dem Rad, Moped oder auch mit dem Auto. An der
katholischen Kirche wurde zum 15. Jubiläum von der beiden Gemeindepfarrern eine
ökumenischer Bulldogweihe durchgeführt.
Nachdem die Teilnehmer wieder an der Schwimmbadmatt angekommen waren, fand dann gleich folgend unsere
Bauern-Olympiade statt. In den Pausen schnitze ein Motorsägenkünstler eine Figur, die
später in einer großen Verlosung an einen Gast aus der Schweiz ging.
Es wurde eine lange Nacht, die vielen Besuchern scheinbar jedoch auch sehr kurzweilig erschien.
Als es hell wurde konnten wir nämlich noch viele Besucher sehen.